Der Patron der KjG

„Nie hĂ€tte ich daran gedacht, einer Sache zuzustimmen, die gegen mein Gewissen wĂ€re!“

– Thomas Morus

Biographie

Thomas Morus wurde am 6. Februar 1478 in London geboren. Er machte sich schon in jungen Jahren einen Namen als Anwalt, Politiker, Gelehrter und Schriftsteller. Mit 25 Jahren war er bereits Mitglied des englischen Unterhauses.

Als ĂŒberzeugter Christ hatte Thomas Morus lange ĂŒberlegt, ob er Mönch oder Jurist werden sollte. Letztlich entschied er sich fĂŒr eine weltliche Laufbahn als Jurist. Dies hinderte ihn jedoch in keinerlei Weise daran, sich mit theologischen Fragen zu beschĂ€ftigen und in der Kirche Verantwortung zu ĂŒbernehmen.

Gleichberechtigte Ausbildung seiner Kinder

WÀhrend im Mittelalter der Glaube an die Vorbestimmtheit des Menschen durch sein unentrinnbares Schicksal vorherrschte, glaubte der Humanist Morus an die Vernunft und Handlungsfreiheit, die jedem Menschen von Gott gegeben ist. In diesem Bewusstsein erzog und lehrte Thomas Morus seinen Sohn und seine drei Töchter. Dass seine Töchter die gleiche akademische Ausbildung bekommen konnten wie sein Sohn, war Morus sehr wichtig. Damit war er seiner Zeit weit voraus, denn MÀdchen konnten damals nicht einmal die Schule besuchen.

Morus steht zu seiner (christlichen) Überzeugung

Unter König Heinrich VIII. – bekannt wegen seiner zahlreichen Ehefrauen – war Thomas Morus ein angesehener Politiker. Als sich der Papst weigerte, die erste Ehe Heinrichs aufzulösen, wollte sich der König von der römisch-katholischen Kirche trennen und selbst Oberhaupt der englischen Kirche werden. Heinrich brauchte einen klugen Politiker, um sein Vorhaben dem Volk schmackhaft zu machen, doch Morus ließ sich dafĂŒr nicht gewinnen, sondern stand fest zur Einheit der Kirche. Den Eid, den Heinrich die Bischöfe und seine Beamten schwören ließ, verweigerte Thomas Morus. Auch als er daraufhin in den Londoner Tower eingesperrt wurde, blieb er seinem Glauben und seinem Gewissen treu. Am 6. Juli 1535 wurde Thomas Morus enthauptet.

Seinen Humor, fĂŒr den Thomas Morus bekannt war, hat er sich bis zuletzt bewahrt. Eine Anekdote erzĂ€hlt, dass er den Henker bei seiner Hinrichtung gebeten habe, beim Zuschlagen mit dem Beil auf seinen Bart zu achten, da dieser keinen Hochverrat begangen habe.

Utopia – das Hauptwerk des Thomas Morus

Als Schriftsteller wurde Thomas Morus mit seinem lateinisch verfassten Werk „Utopia“ berĂŒhmt. Es erschien 1516. Das Buch beschreibt die Lage der Insel Utopia und ihre wesentlichen Einrichtungen. Hinter dem Lob des utopischen Staates verbirgt sich beißende Kritik an den bestehenden Staaten seiner Zeit.

„Utopia“ ist…

… der Inselstaat im Nirgendwo, in dem die Menschen in Gleichheit, Einheit und Frieden zusammenleben.

… die Kritik an Staats- und Wirtschaftsformen der damaligen Zeit, die heute noch aktuell ist.

… der Traum von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

Thomas Morus – auch heute noch topaktuell

Nicht nur die Inhalte, fĂŒr die Thomas Morus steht, sind fĂŒr die KjG immer noch von Bedeutung. Vor allem auch seine Art und Weise und die Haltung, mit der er fĂŒr seine Überzeugungen eingestanden ist und – im wahrsten Sinne des Wortes – den Kopf hingehalten hat, können fĂŒr uns und unser Engagement vorbildlich sein:

  • kritisch mitdenken
  • verantwortlich handeln
  • auf das Gewissen hören
  • den Visionen trauen
  • den Humor nicht verlieren

Thomas Morus macht deutlich, dass „nur Mitlaufen“ und „langes Diskutieren“ – ohne die Bereitschaft zur Entscheidung und zum Handeln – keine Aussicht auf Erfolg haben. In vielfacher Hinsicht sind wir als junge Christ*innen aufgerufen Entscheidungen zu treffen. Beispielsweise mĂŒssen wir entscheiden, wie wir unseren Glauben und unser Leben zeitgemĂ€ĂŸ gestalten. Das Leben des Christen Thomas Morus kann uns dabei eine Orientierung sein.

Überall, wo KjG sich regt und bewegt, taucht er auf: der Seelenbohrer. Aber seit wann gibt es ihn und wofĂŒr steht er ĂŒberhaupt?

Man sieht ihn in GruppenrĂ€umen, an Info-StĂ€nden, auf Kursen und im Ferienlager. Es gibt kaum eine KjG-Gruppe, die ihn nicht auf T-Shirts, Tassen oder HandtĂŒcher druckt. Von daher ist der Seelenbohrer ein echter Dauerbrenner!

Entworfen wurde unser KjG-Logo von Alfred Klever bereits 1967/68 fĂŒr das Deutschlandtreffen der Katholischen JungmĂ€nnergemeinschaft und der Katholischen Frauenjugendgemeinschaft. Seit 1970, dem Jahr, in dem sich diese beiden VerbĂ€nde zusammenschlossen, steht der Seelenbohrer fĂŒr die KjG – die Katholische junge Gemeinde.

Ein Seelenbohrer – zahlreiche Interpretationen

Der Seelenbohrer wird 1968 beim Deutschlandtreffen der zwei VerbÀnde so erklÀrt:
Der Punkt in der Mitte bedeutet: Christus, die Frohe Botschaft, das Leben. Der Balken, der sich um den Punkt bewegt, symbolisiert die Menschen, die aus ihrem Glauben heraus versuchen, sich den Problemen zu stellen und Antwort zu geben. Der Pfeil deutet Dynamik an. Sich auf den Boden der Botschaft Christi zu stellen, heißt zugleich, vorwĂ€rts gehen und Ziele verfolgen.

Doch die „eine richtige“ Bedeutung fĂŒr den Seelenbohrer gibt es nicht. So bleibt es jedem*r selbst ĂŒberlassen, sich seine*ihre Gedanken dazu zu machen. Hier noch ein paar Kostproben:

„Die KjG ist wie ihr Seelenbohrer, von außen kantig und eckig, um Gesellschaft und Kirche anzustoßen; nach innen rund in ihrem Glauben an Gott, mit ihren Vorstellungen von einer gerechten Welt und mit ihrem Ziel, diese Vorstellungen zu verwirklichen.“

„Ein Pfeil von außen kommend kreist um ein Zentrum und stĂ¶ĂŸt dann weiter nach außen. Das bedeutet: Ein Mensch nimmt Impulse von außen auf, er be- und verarbeitet sie und sendet sie dann wieder nach außen, z.B. indem er darauf reagiert.“

Manchmal, so behaupten jedenfalls böse Zungen, soll allerdings auch die scherzhafte Auslegung des Emblems zutreffen: Immer um den heißen Brei herumreden und wenn es dann darauf ankommt, haarscharf an der Sache vorbeizielen.

Neues Design fĂŒr den Seelenbohrer

Im Jahr 2012 wurde der Seelenbohrer im Rahmen des Corporate Design-Prozesses der Bundesebene einer VerjĂŒngungskur unterzogen. FĂŒr das neue CD wurde seine Form vereinfacht und dynamisiert. Er wurde aus seinem Rahmen befreit und kann nun auch allein an prominenter Stelle stehen.
Inwiefern sich der Seelenbohrer im Laufe der Zeit gewandelt hat, könnt ihr gut an den untenstehenden historischen Abbildungen erkennen.

Geschichte des Seelenbohrers

„Die Katholische junge Gemeinde (KjG) ist ein Kinder- und Jugendverband, in dem junge Menschen bei gemeinsamen AktivitĂ€ten christliche Werte leben, lernen sich eine eigene Meinung zu bilden sowie soziale und politische Verantwortung zu ĂŒbernehmen.

Wir geben Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Raum, einander zu begegnen, Spaß zu haben, sich weiter zu entwickeln und eigene ZugĂ€nge zum Glauben zu finden.

In unserem Verband machen wir uns stark fĂŒr Demokratie, SolidaritĂ€t und Gerechtigkeit, auch in Kirche und Gesellschaft.“

mission statement der KjG

Von der Bundeskonferenz 2012 beschlossen, beschreibt das Statement kurz und prÀgnant das SelbstverstÀndnis und die Aufgaben der KjG. Innerverbandlich dient es dazu, sich auf die wichtigsten Inhalte und Grundlagen zu verstÀndigen. So kann eine (noch bessere) Identifikation mit der KjG und ein gemeinsames VerstÀndnis geschaffen werden.

Nach außen gerichtet, etwa an die Öffentlichkeit oder auch an potentielle Mitglieder, gibt das Mission Statement wieder, wofĂŒr die KjG steht und was man von ihr erwarten kann. Das Mission Statement ersetzt weder die Grundlagen und Ziele noch die Satzung, sondern konkretisiert sie und soll vielmehr zur Verwirklichung der Grundlagen und Ziele beitragen.

Die KjG ist einer der grĂ¶ĂŸten JugendverbĂ€nde im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Der BDKJ steht fĂŒr selbstorganisierte Jugendverbandsarbeit in der katholischen Kirche. Als Dachverband von 17 katholischen JugendverbĂ€nden, in denen rund 660.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 28 Jahren organisiert sind, ist seine wichtigste Aufgabe die Interessenvertretung seiner Mitglieder in Politik, Kirche und Gesellschaft.

Die im BDKJ organisierten katholischen JugendverbĂ€nde befĂ€higen Kinder und Jugendliche zu kritischem Urteil und eigenstĂ€ndigem Handeln aus christlicher Verantwortung. Dazu gehört der Einsatz fĂŒr eine gerechte und solidarische Welt. Er versteht sich als gesellschaftliche Kraft in der Kirche und wirkt bei der „Entwicklung von Kirche, Gesellschaft, Staat und internationalen Beziehungen“ mit. DarĂŒber hinaus kĂŒmmert sich der BDKJ um die Absicherung der finanziellen Förderung und unterstĂŒtzt die katholischen JugendverbĂ€nde als Dachorganisation in vielen Belangen.

Als einer der grĂ¶ĂŸten JugendverbĂ€nde im Deutschen Bundesjugendring (DBJR) bringt sich der BDKJ aktiv in jugendpolitische Fragen ein. Außerdem vertritt der BDKJ die katholische Jugend unter anderem im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und ist damit eine wichtige Stimme des Deutschen Laienkatholizismus.

Der BDKJ wurde 1947 in Hardehausen gegrĂŒndet und hat in seiner 70-jĂ€hrigen Geschichte seine Schwerpunkte bewahrt: Katholisch. Politisch. Aktiv.

Die BDKJ-Hauptversammlung findet einmal im Jahr statt. Auf ihr beraten alle VerbĂ€nde gemeinsam ĂŒber die wichtigsten Themen im Jahr und gestalten die Zukunft der katholischen Jugendverbandsarbeit. Die aktuellen BeschlĂŒsse und Positionen des BDKJ findet ihr hier!

Der KjG-Diözesanverband Köln setzt sich aus den 13 RegionalverbĂ€nden im Erzbistum Köln zusammen. Der KjG Diözesanverband…

  • vertritt die Interessen der KjGler*innen in Politik, Kirche und Gesellschaft sowie den Netzwerken der KjG, z.B. dem BDKJ oder der FIMCAP.
  • bearbeitet die vielfĂ€ltigen inhaltlichen Themen der KjG, z.B. Partizipation & Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, Glaube & SpiritualitĂ€t oder Geschlechtergerechtigkeit & -vielfalt.
  • veranstaltet Großveranstaltungen, wie die KjG-Kinderstadt, an der viele KjGler*innen aus dem ganzen Erbistum Köln teilnehmen
  • bietet verschiedene Fortbildungsformate an, wie z.B. Fachtage zu bestimmten Themen oder Schulungen zur Mitgliederdatenbank oder Finanzen
  • stellt viele Serviceangebote fĂŒr RegionalverbĂ€nde und KjG-Gruppen zur VerfĂŒgung, z.B. Materialien zur Mitgliedergewinnung oder Kindermitbestimmung
  • 
 und vieles mehr!

Alle (aktuellen) Infos zu unserem Diözesanverband sind unter kjg-koeln.de zu finden.

Die Diözesankonferenz (kurz: Diko) der KjG findet einmal im Jahr statt. Auf ihr kommen KjGler*innen aus allen RegionalverbĂ€nden zusammen. Die Diko diskutiert und entscheidet ĂŒber Ziele, Positionen und Aktionen des KjG-Diözesanverbandes und beschließt die Arbeit fĂŒr das kommende Jahr. Auf der Diko gibt die Diözesanleitung Rechenschaft ĂŒber ihre geleistete Arbeit. KjGler*innen stellen sich hier zur Wahl, um sich in die Gremien des Diözesanverbandes wĂ€hlen zu lassen, Verantwortung fĂŒr den Verband zu ĂŒbernehmen und ihn inhaltlich zu gestalten. Auf der Diko meldet sich die KjG zu politischen, kirchlichen und gesellschaftlichen Themen zu Wort.

Der KjG-Bundesverband setzt sich aus den 24 DiözesanverbĂ€nden der KjG in Deutschland zusammen. Der KjG Bundesverband…

  • vertritt die Interessen der KjGler*innen in Politik, Kirche und Gesellschaft sowie den Netzwerken der KjG, z.B. dem BDKJ oder der FIMCAP.
  • bearbeitet die vielfĂ€ltigen inhaltlichen Themen der KjG, z.B. Partizipation & Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, Glaube & SpiritualitĂ€t oder Geschlechtergerechtigkeit & -vielfalt.
  • veranstaltet bundesweite Großveranstaltungen, wie z.B. „DenkMal!“ oder „LautStark!“, an denen viele KjGler*innen deutschlandweit teilnehmen.
  • bietet verschiedene Fortbildungsformate an, wie z.B. Fachtage zu bestimmten Themen oder Schulungen fĂŒr neue Mitglieder in Diözesanleitungen oder -ausschĂŒssen.
  • stellt viele Serviceangebote fĂŒr DiözesanverbĂ€nde und KjG-Gruppen zur VerfĂŒgung, z.B. das Corporate Design der KjG oder Materialien zur Mitgliedergewinnung
  • … und vieles mehr!

Alle (aktuellen) Infos zu unserem Bundesverband sind unter www.kjg.de zu finden.

Die Bundeskonferenz (kurz: Buko) der KjG findet einmal im Jahr statt. Auf ihr kommen KjGler*innen aus allen DiözesanverbĂ€nden zusammen. Die Buko diskutiert und entscheidet ĂŒber Ziele, Positionen und Aktionen des KjG-Bundesverbandes und beschließt die Arbeit fĂŒr das kommende Jahr. Auf der Buko gibt die Bundesleitung Rechenschaft ĂŒber ihre geleistete Arbeit. KjGler*innen stellen sich hier zur Wahl, um sich in die Gremien des Bundesverbandes wĂ€hlen zu lassen, Verantwortung fĂŒr den Verband zu ĂŒbernehmen und ihn inhaltlich zu gestalten. Auf der Buko meldet sich die KjG zu politischen, kirchlichen und gesellschaftlichen Themen zu Wort. Die BeschlĂŒsse der vergangenen Bundeskonferenzen sind hier zu finden.

Wir sind die KjG Region Rhein-Kreis-Neuss!

Die KjG Region Rhein-Kreis-Neuss ist der Zusammenschluss aller 16 Pfarreien im Neusser Stadtgebiet – von Grevenbroich bis Kaarst.

Regionalleitung und Regionalausschuss

Der Regionalausschuss (RA) ist das höchste beschlussfassende Gremium, das zwischen der jĂ€hrlich stattfindenden Regionalkonferenz ĂŒber die laufende Arbeit im Verband berĂ€t. Dazu gehört die Vorbereitung der regionalen Aktionen und Regionalkonferenz. Außerdem stehen die RAler*innen den Pfarreien bei Fragen und Problemen als Ansprechperson zur VerfĂŒgung. Der DA setzt sich aus den Mitgliedern der Regionalleitung und aus von der Reko gewĂ€hlten Vertreter*innen der Regionen zusammen.

Die Grundlagen und Ziele beinhalten das GrundverstÀndnis unseres Miteinanders. Diese Werte und Normen sollten von allen, welche Mitglied in der KjG werden wollen, bejaht werden.

„In der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) schließen sich junge Christ*innen zusammen. Mitglied der KjG kann jede*r werden, der*die die Grundlagen und Ziele des Verbandes bejaht.

Demokratisch und gleichberechtigt wĂ€hlen alle Mitglieder altersunabhĂ€ngig die Leitungen und entscheiden ĂŒber die Inhalte und Arbeitsformen des Verbandes.

Ihre jeweiligen BedĂŒrfnisse und Interessen bestimmen das verbandliche Leben. Die Gruppen, Projekte und offenen Angebote der KjG bieten Raum fĂŒr Begegnungen und Beziehungen, gemeinsame Erlebnisse und gemeinsames Handeln. In ihnen erfahren Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, dass sie ernstgenommen werden und nicht alleine stehen.

SelbstÀndigkeit durch Verantwortung

Die KjG unterstĂŒtzt sie darin, ihr Leben verantwortlich zu gestalten und eigene Lebensperspektiven zu entwickeln. Sie begleitet sie bei der Suche nach tragfĂ€higen LebensentwĂŒrfen und nach Orientierung. Sie ermöglicht ihnen einen Zugang zum christlichen Glauben und ermutigt sie zu einem selbstverantworteten religiösen Leben.

Die KjG fördert auf vielfĂ€ltige Weise, soziale, pĂ€dagogische und politische Verantwortung zu ĂŒbernehmen und unterstĂŒtzt die Entwicklung persönlicher Interessen und FĂ€higkeiten.

Mitbestimmung von Anfang an

Die KjG greift die Fragen und Anliegen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf und befĂ€higt sie, sich in Kirche und Gesellschaft zu vertreten. Insbesondere setzt sie sich dafĂŒr ein, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Pfarr- und Kommunalgemeinde gleichberechtigt mitgestalten können. Sie engagiert sich fĂŒr Strukturen, die Mitbestimmung und Mitentscheidung ermöglichen.

Interessenvertretung

Der Zusammenschluss in der KjG schafft Voraussetzungen fĂŒr eine wirksame Interessenvertretung in der Öffentlichkeit. Die KjG arbeitet darĂŒber hinaus mit den MitgliedsverbĂ€nden im BDKJ sowie mit anderen VerbĂ€nden und Organisationen zusammen.

Mit ihrem Engagement steht die KjG ein fĂŒr eine demokratische, gleichberechtigte und solidarische Gesellschaft und Kirche. Sie wendet sich gegen jede Art der Ausgrenzung und UnterdrĂŒckung von Menschen und gegen die Zerstörung der natĂŒrlichen Lebensgrundlagen.

Gleiches Recht fĂŒr alle

Die KjG setzt sich ein fĂŒr eine Politik, die sich orientiert an der weltweiten Verwirklichung gleicher und gerechter Lebensbedingungen und einer ökologisch verantworteten Lebensweise.

In diesem Anliegen erklĂ€ren sich die Mitglieder der KjG solidarisch mit anderen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sie suchen sowohl im eigenen Land als auch ĂŒber LĂ€ndergrenzen hinweg die partnerschaftliche Zusammenarbeit und Begegnung mit ihnen.

So versteht sich die KjG als Kirche in der Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.“

2021/22 KjG-Debatte zu vielfÀltigen Gottes+bildern

Die KjG bleibt im GesprĂ€ch mit Gott+ und ĂŒber Gott+ – dafĂŒr sucht sie Worte. Mit dem Herbstbundesrat 2021 macht sich der Verband auf Bundesebene auf die Suche nach Gottes+bezeichnungen, „die mehr umfassen, als die mĂ€nnlich weiße Vorstellung von Gott“. Was soll es werden: Gott* oder Gott+ oder etwas anderes? Der Verband beschließt, noch nicht zu entscheiden, sondern weiter zu diskutieren, bis zur Buko 2022. Presse, Kirche und Gesellschaft horchen auf. Es prasselt Interviewanfragen, Mails und gut gemeinte RatschlĂ€ge. Die KjG diskutiert unterdessen weiter, berĂ€t sich und entscheidet auf der BuKo 2022 per Beschluss: Gott+

KĂŒnftig drĂŒckt der Verband seine Vorstellung vielfĂ€ltiger Gottes+bilder als KjG mit einem + aus. So transportiert die KjG die VielfĂ€ltigkeit Gottes+ in ihrem Wortbild, in Schriften und Aktionen des Verbandes.  Wie wir von Gott+ sprechen, prĂ€gt auch unser Menschenbild. Die Vorstellung von Gott+ als altem, weißem Mann mit Bart greift theologisch zu kurz und erschwert vielen jungen Menschen den Zugang zu Gott+

2021/2022 Synodaler Weg – Nur Mut!

Die KjG lĂ€sst kirchenpolitisch nicht locker und meldet ihren Anspruch an den Synodalen Weg auch an. Ende September 2021 lĂ€sst sie den Synodalen Zuspruch in Form von „Nur-Mut!“-NĂŒssen und einem offenen Brief zukommen. 2022 startet sie eine Social-Media-Aktion und verbĂŒndet sich mit Maria 2.0 in einem Prostest vor dem aufgrund der Corona-Pandemie abgeschirmten Tagungsort der Synodalversammlung. UnterstĂŒtzung fĂŒr das anstrengende, mutige und zukunftsgewandte Ringen der progressiven Synodalen.

Die „harten NĂŒsse“ sind noch immer zu knacken und der Tisch liegt voll mit vielen wichtigen Reformen. Zugleich macht jedes weitere veröffentlichte Gutachten die EnttĂ€uschung und die Dringlichkeit grĂ¶ĂŸer, die in der MHG Studie benannten Faktoren schnellstmöglich und konsequent anzugehen. SĂ€tze wie „Viele Menschen in Deutschland verlieren zunehmend das Vertrauen in ihre Kirche und wenden sich von ihr ab.“ sind aktuell und gewinnen zunehmend an Dramatik. Die KjG mahnt in einem offenen Brief echte Reformen an und wĂŒnscht allen beteiligten Mut.

JubilÀum KjG wird 50! Bilder und Video der Show am 29. Mai 2021

50 Jahre KjG – wird in Pandemiezeiten gefeiert – digital per Zoom mit einer JubilĂ€umsshow picke packe voll mit GĂ€sten, Filmen, Quiz, Action. Durchs Programm fĂŒhrt das Moderationsteam Isi + Felix.

Mehr Fotos zur Show hier.

Die Show in Voller LĂ€nge als Video.

2020 Selbstkritisch gegen Rassismus der weißen Gesellschaft – SolidaritĂ€t mit People of Color

Juni 2020: „Die KjG spricht sich fĂŒr eine Gesellschaft aus, in der fĂŒr alle Platz ist und wendet sich gegen Rassismus. Die KjGler*innen stellen sich solidarisch an die Seite von durch Rassismus Betroffene. Der Verband ĂŒbernimmt Verantwortung dafĂŒr, Menschen fĂŒr das Thema zu sensibilisieren.“

Die 2020er: Verbandsentwicklung, DenkMal! und 72-Stunden-Aktionen

2019 NestlĂ© AdĂ©! – der Boykott.
Die KjG #fairhandelt mit einem Weltkonzern

Im Juni 2019 steht es bundesweit fĂŒr die KjG fest: Wir fordern!
Und zwar: Die Anerkennung von freiem Zugang zu sauberem Trinkwasser als Menschenrecht, keine Rodung von WĂ€ldern fĂŒr neue Plantagen, umweltbewusste Produktion, Wahrung der Rechte der lokalen Bevölkerung und Wahrung von Arbeitnehmer*innenrechten.
Adressat der Forderungen ist die Firma NestlĂ©. Unterstrichen wird das Ganze mit einem NestlĂ© Boykott. NestlĂ© lĂ€dt zum GesprĂ€ch ein und Paul KortĂŒm-Jung ist dabei …

2019: Steh auf und geh! – Protestaktion mit BrĂŒckenbau: Konstruktiv unterwegs mit der KjG-Aktion zur MHG-Studie

„Mutig, zeitnah, transparent!”, so die Forderungen der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) in Sachen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche 2019. Am 25./26. September, zur Herbst-Vollversammlung der deutschen Bischöfe, startet der KjG-Bundesverband in Fulda die Aktion „Steh auf und geh – BrĂŒckenbau zum Wandel in der katholischen Kirche jetzt!“ Kathrin Schneider ĂŒber eine spannungsreiche Aktion 


72-Stunden-Aktion  2019 „Uns schickt der Himmel“

Mission erfĂŒllt. Neues (er)lebt. Ziel gemeinsam erreicht.

Am 26. Mai um 17:07 Uhr endet die zweite deutschlandweite 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Mit dabei: Über 315 Gruppen der Katholischen jungen Gemeinde (KjG). Insgesamt waren ĂŒber 160.000 Menschen beteiligt. Ihr Ansporn: „Das ist unser Leben!“ wie es auch im Song zur Aktion heißt. Das Motto der 72-Stunden-Aktion: „Die Welt ein StĂŒck besser machen“.

DafĂŒr setzen sich die KjGler*innen in Projekten 72 Stunden lang ein. Die Aktions-Gruppen können sich ihre Aufgaben fĂŒr die 72-Stunden-Aktion entweder zuteilen lassen (Variante „Get it”) oder aber sie haben ihre Projekte selbst auf die Beine gestellt („Do it”). Besondere Aktion der KjG Bundesstelle: Die Bundesleitung hatte sich selbst an Projekte der 72-Stunden-Aktion verlost. Zu einem Instandhaltungsprojekt fĂŒr ein Industriedenkmal, zu einem Kinderrechte Projekt und zu einem Renovierungsprojekt Kindergarten + Grundschule .

2018 KjG beschließt Kern-, Profil- und Schwerpunktthemen

2018 beschließt die KjG im Beschluss „Die Welt fĂŒr morgen leben“ erstmalig die Festlegung von Kern- und Profilthemen sowie sechs weiterer mittelfristigen Schwerpunktthemen.

2017 DenkMal! – Ende einer Durststrecke

DenkMal! Im Jahr 2017 gibt es die erste Großveranstaltung nach Lautstark! in 2010. Da ist Aline Kinzie gleich Feuer und Flamme und sie wird nicht enttĂ€uscht… Das Motto der Großveranstaltung lautet: „DenkMal!- Frieden denken. Zukunft schenken.“

2017 KjG UND DU

KjG UND DU – das Projekt des Bundesverbandes zur Mitgliedergewinnung ist in vollem Gange.

2014 Ein Sternchen fĂŒr die Vielfalt:
Geschlechtervielfalt in Rede, Schrift und Bild

Am Ende stand ein Stern, der fĂŒr Raum sorgt, in dem alle Geschlechter Platz finden. Der Weg dahin startete in der KjG schon mit ihrer GrĂŒndung durch den Zusammenschluss der Katholischen Frauengemeinde und der Katholischen JungmĂ€nnergemeinde. Das Thema Geschlechtergerechtigkeit ist auch fĂŒr Lena Bloemacher eine echte Herzenssache…

Ein wichtiger Meilenstein in der Geschlechtergerechtigkeit wird erklommen: Die Darstellung von Geschlechtervielfalt in Rede, Schrift und Bild wird durch den Bundesrat beschlossen. Auf Bundesebene wird sich auf die Sternchen-Schreibweise geeinigt (KjGler*innen). Zudem wird mit einer Strategie zur geschlechterpolitischen und –pĂ€dagogischen Arbeit der Arbeitsrahmen fĂŒr die kommenden Jahre gelegt. Es folgt die Herausgabe einer Arbeitshilfe zur Nutzung des Gender Gap.

2014 YOUrope

StrippenzieherInnen fĂŒr eine jugendgerechte EU ist das europapolitische Projekt des KjG Bundesverbandes im EU-Wahljahr 2014. Mit dem Projekt YOUrope wollen wir in der Europapolitik mitmischen, Jugendrechte entdecken und diskutieren sowie rund um die Europawahl aktiv werden.

YOUrope bestand aus drei Teilen: Gestartet hat das Projekt mit einer Aktion in der Fastenzeit zu den Jugendrechten. Vor Ostern gab es dann ein verlĂ€ngertes Wochenende (EU-Erlebnistage) rund um die EU und Lobbyarbeit. Zum Abschluss waren alle eingeladen, mit UnterstĂŒtzung durch das Starter-Kit, selbst aktiv zu werden.

2013 POLITIX – Bundestagswahl als Projektbestandteil

Mitmischen statt moppern. Lieber mitmischen und verĂ€ndern, als zu Hause bleiben und moppern – so die Idee vom KjG Projekt POLITIX 2013. „Die da in Berlin machen doch eh was sie wollen?! – Nicht, wenn wir das verhindern können!“, ist die erhoffte Haltung der KjG-Bundesebene. Nils Rusche hat die Projektleitung und erinnert sich lebhaft.

2013 72-Stunden-Aktion

Vom 13.-16. Juni 2013 waren mehrere 100 KjG-Gruppen bei der 72-Stunden-Aktion im Einsatz. Es war die grĂ¶ĂŸte Sozialaktion von Jugendlichen in Deutschland. Der KjG-Bundesverband hat jeder KjG-Gruppe ein Motivations- und Dankespaket geschnĂŒrt und zugeschickt: Mit einem Banner, KjG-Pflastern, KjG-Flatterband und Seelenbohrer-Tattoos. Außerdem hat die Bundesleitung verschiedene KjG-Gruppen bei ihren Aktionen und Aufgaben besucht

2013 35 Stunden – und keine Minute lĂ€nger

Der Bundesrat gibt eine Stellungnahme unter oben genanntem Titel heraus, welche fordert, die wöchentlich fĂŒr Schule aufzubringende (Arbeits)Zeit auf 35 Stunden zu begrenzen, um eine Vereinbarkeit von Schule und außerschulischem/ehrenamtlichem Engagement zu ermöglichen. Hierauf folgen zahlreiche GesprĂ€che mit Politiker*innen zur Thematik.

2012 Mission Statement – Die Haltung hinter der Mission

Eigentlich ist ja klar, wofĂŒr die KjG steht und wenn nicht, erklĂ€rt man es eben – oder? „Nein!“ sagen die KjGler*innen und beschließen 2012 auf der Bundeskonferenz das Mission Statement 


2012 Ende der geschlechtergetrennten Konferenzen

Nachdem der Versuch, in der bisherigen Struktur der Bundesfrauen- und BundesmĂ€nnerkonferenz neue Akzente zu setzen, gescheitert ist, werden beide Konferenzen – nach heftigen Debatten-  schlussendlich auf der Bundeskonferenz 2012 abgeschafft.

2012 – Bin
da!

Ein dezentrales Gottesdienstprojekt des KjG-Bundesverbands. Am Wochenende vom 23. bis 25. November zeigten KjG-Pfarreien und Gemeinden, dass sie da sind und dass wir als KjG mit unserer eigenen SpiritualitĂ€t unsere Kirche bereichern. Alle KjG-Gruppen waren dazu aufgerufen, eigene Gottesdienste zu gestalten und zu feiern. Dazu gab es verschiedene Materialien, wie z.B. eine Arbeitshilfe, einen bin
da-Song und eine interaktive Online-Landkarte. Weit ĂŒber 100 Gruppen machten mit.

2012 – Mehr davon:

2012 wurde die Kampagne fĂŒr Mitgliedergewinnung und -pflege des KjG-Bundesverbandes gestartet: „mehr davon“. Von was? Na von KjGlerinnen und KjGlern! Und von guten Ideen, wie man Lust auf die KjG machen kann! DafĂŒr wurde eine BroschĂŒre mit Ideen fĂŒr die Mitgliedergewinnung und -pflege bei der 72-Stunden-Aktion entwickelt und eine allgemeine Online-Materialsammlung zum Thema Mitgliedergewinnung und -pflege erstellt. 

2011 Verbandsentwicklung – mit Freiheit und Mut

Ende der 2000er passt alles nicht mehr so – die KjGlerinnen und KjGler sind mit der Verbandsstruktur unzufrieden.
Ein Verbandsentwicklungsprozess bahnt sich an. Eigentlich sind es sechs Teilprozesse. Anne Schirmer blĂ€ttert sie uns auf …

Der Bundesrat wird mit dem Beschluss der neuen Satzung und der bundesverbandlichen Gremienstruktur von der Bundeskonferenz 2011 eingefĂŒhrt. Er tritt anstelle des Bundesausschusses und soll die Arbeit der DiözesanverbĂ€nde und des Bundesverbandes enger miteinander verzahnen.

2010 LautStark! zum Zweiten

Beim zweiten Kinder- und Jugendgipfel der KjG in Karlsruhe vom 23.-26.09.2010 haben 120 Jungen und MĂ€dchen aus ganz Deutschland Ideen fĂŒr eine bessere Welt entwickelt. Kommunales Wahlrecht ab 16 Jahren, Mitsprache bei der Einstellung von Lehrer*innen, Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe, kostenlose Sprachkurse fĂŒr Menschen mit Migrationshintergrund – das sind einige der Forderungen, die die Kinder und Jugendlichen von „LautStark!“ an die Politik richten. Diese und noch weitere Forderungen wurden von den Kindern und Jugendlichen mit Johannes Stober (SPD), Gisela Splett (Die GrĂŒnen) und Dr. Hans-Ulrich RĂŒlke (FDP) vom Landtag Baden-WĂŒrttemberg diskutiert.

2010 Zusammenarbeit mit missio


Unter dem Titel „Komm, mach mit: FĂŒreinander Herz sein!“ erschienen die Materialien der missio-Kinderaktion in Kooperation mit der KjG. Dieses Jahr tauchen sie ein in die indische Welt, in die Welt der Tempel, der GewĂŒrze, Farben und Saris. FĂŒr die Arbeit mit den Kindern gibt es verschiedene Materialien, wie z.B. eine Wandzeitung, ein Aktionsheft, eine Zeitung fĂŒr Kids und ein SpendenkĂ€stchen

Die 2000er: Mitgliederkampagne, LautStark! und Großveranstaltungen

2008 UTOPIAjetzt! Eine Welt wie sie uns gefÀllt
– Wer Visionen hat – kommt nach WĂŒrzburg

Im Mai 2008 verjĂŒngt sich WĂŒrzburg plötzlich utopisch, rund 2.500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene reisen an.
Ihre Mission: Visionen von einer lebenswerten Zukunft entwerfen und sie in die Welt tragen.
Vier Tage lang wird diskutiert, gefeiert, an Workshops teilgenommen, demonstriert… Mittendrin Martin Diem.

2007 LautStark! Der Kinder- und Jugendgipfel in Mainz

Als Abschlussveranstaltung der bundesweiten KjG-Mitgliederaktion „menschkomm!“ entwickelten Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland vom 13.-16.09.2007 in verschiedenen Workshops Ideen fĂŒr die Gesellschaft von morgen und prĂ€sentierten der Politik ihre Botschaften im Mainzer Landtag. Spiele, Spaß, ein abwechslungsreiches Abendprogramm und viele nette Leute kamen bei LautStark! natĂŒrlich auch nicht zu kurz.

2007 menschkomm!


menschkomm!
…hat die KjG bewegt. Ein Jahr lang, von September 2006 bis Oktober 2007, haben ĂŒber 10.000 KjGler*innen in 400 Gruppen ihren Glauben, ihr Leben, Denken und Handeln reflektiert und in der Öffentlichkeit prĂ€sentiert. Es wurde eine Dokumentation erstellt: Sie ist 72 Seiten stark, durchgehend farbig bebildert und im menschkomm-Layout. Dazu gibt es viele Infos und Geschichten zu den einzelnen Profilbereichen, zum LautStark!-Kindergipfel, sowie weiterfĂŒhrende Hintergrund-Infos zur Strategie und zum Design des erfolgreichen Projekts. Die Dokumentation ist eine Fundgrube von Erinnerungen und Anregungen fĂŒr die KjG-Arbeit.

2005 Weltjugendtag Köln, feel the spirit

800.000 junge Leute aus 193 LĂ€ndern wollen sich 2005 gemeinsam in Köln begeistern lassen. FĂŒr die KjG stellt sich die Frage: Was macht uns im Schwarm der Gleichgesinnten besonders? Und sie findet Antworten. Matthias Koffler weiß noch, wie sie lautete …

2004 4girls – Skateboard, Tiefgang und MĂ€dchenpower

2004 kommen Lisa, Johanna, Ariane und Kim – die „4Girls“ – in die KjG. Sie gehören zum Magazin und Projekt „4girls“. Ihre Aufgabe: StĂ€rkung der MĂ€dchenarbeit. Eva Maria DĂŒring weiß noch genau, wie sie in die Rolle eines der 4 Girls geschlĂŒpft ist …

2004 Jeder*m eine Stimme – Wahlrecht ab Geburt

Unter 18 mitbestimmen? Jawohl! Das fordern JugendverbĂ€nde schon seit 1996. In der KjG entwickelt sich das Thema Wahlen stetig weiter. Aktuell lautet die Forderung: Wahlrecht ohne Altersgrenze! 2004 hieß es zunĂ€chst „Wahlrecht ab Geburt“. Holger Witting ĂŒber die wahlfĂ€hige Kinder und verwirrte Erwachsene …

2003 Schoko sucht Lade – Fairer Blick ins Schokoladenregal

Der Affe Schoko aus Ghana blickt bei dem Kinderstufenprojekt fantasievoll mit den KjGler*innen ins und hinter das Schokoladenregal. Fairer Handel wird zum Thema fĂŒr MĂ€dchen und Jungen, aber mit Genuss 
 Steffi Lippelt erinnert sich an die Aktion mit Genuss …

2003 – 2004 generation xy – keine musterknaben

Von April 2003 bis Juni 2004 hat der KJG Bundesverband das jungenpĂ€dagogische Onlineprojekt „generation xy – keine musterknaben!“ fĂŒr 14-16-JĂ€hrige durchgefĂŒhrt. Viele Jungen und junge MĂ€nner haben in diesem Zeitraum an dem Projekt teilgenommen und die Homepage des Projektes besucht. Abschließend wurde eine Arbeitshilfe fĂŒr Gruppenleiter erstellt.

2003 trialog – Dreiklang als Gegenpunkt zu Rassismus

Wir sind alle Kinder Abrahams – JĂŒd*innen, Christ*innen und Muslim*innen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg. Auf KjG-Seite ist Martin Menzel-Boesing der WeggefĂ€hrte. Er kann sich noch gut an die AtmosphĂ€re damals erinnern…

Die 90er: Die KjG entwickelt ihre Vielfalt weiter – die KjGay bildet sich heraus

Ab den 1990ern betont die KjG bewusst die queere Buntheit der KjGler*innen. Coming out auf Verbandsebene. Eine Bewegung, die aus der Basis heraus entsteht. 2005 sorgt sie fĂŒr Aufregung in der Öffentlichkeit…

1999/2000 Richtig wichtig – MĂ€dchen sehen das so 


Wenn Annette Rausch (Bundesleiterin 1995-2001) von „Richtig wichtig – Wir MĂ€dchen sehen das so“ spricht, kommt ein freudiger Klang in ihre Stimme. Es geht um eine bundesweite Kampagne, die die katholischen JugendverbĂ€nde 1999/2000 gemeinsam im BDKJ durchfĂŒhren. Spaß und Power aus der Aktion schwingen bis heute in Annette Rausch nach 


1996 Aufregung: Frauen voll Macht? Frauen voll Macht!

Gewalt steht zu Beginn im Mittelpunkt der Frauenarbeit der KjG in den 1970ern. Die KjG ruft zu Aktionen gegen Gewalt gegenĂŒber Frauen auf. Geschlechtergerechtigkeit ist eines ihrer Kernthemen, dennoch gibt es anfangs auch verbandsintern Vorbehalte gegenĂŒber der Frauenarbeit. Die Frauen bleiben dran und sorgen fĂŒr Aufregung 


1992 Pari-Pari? Na klar!

1992 erweist sich die KjG als große Vorreiterin in der geschlechtergerechten Jugendverbandsarbeit. Die paritĂ€tische Besetzung der Bundesleitung wird auf der Bundeskonferenz beschlossen …

1991 Redefluss im was?

Geschlechtergerechtigkeit ist schon sehr lange eines der zentralen Themen im GrundverstĂ€ndnis der KjG. Im Jahr 1991 wird auf der Bundeskonferenz ein wichtiges Tool eingefĂŒhrt: der Redefluss im Reißverschluss. Und so funktioniert er …

1990er Mit L.u.St.-gegen Geschlechterfrust

1989 Die erste BundesmĂ€nnerkonferenz findet statt. Die 1990er folgen. Sie stehen ganz im Zeichen von Geschlechtergerechtigkeit. Hierbei werden entsprechende Instrumente zur Umsetzung eingefĂŒhrt sowie die Satzung angepasst. Diese Parameter haben bis heute Bestand.
Zahlreise MĂ€nnerwochenenden gibt es in der KjG der 1990er. Nach dem Motto: Mit L.u.St.-gegen Geschlechterfrust. L.u.St.-steht dabei fĂŒr das Projekt „Leiten und Streiten“. War der Anstoß Eifersucht auf weibliche Emanzipation? Die Frage geht an Georg Meurer, den Referent fĂŒr Jungen- und MĂ€nnerarbeit.

1990er KjG Aufbau Ost: Osten als strategisches Projekt?

Wiedervereinigung ist DAS Thema der 1990er. Auch die KjG wendet sich den ostdeutschen BundeslĂ€ndern zu. Das ging nicht immer ohne Holpern vonstatten, erinnert sich Manfred Leppers. Er war in den 1990ern BundessekretĂ€r und beauftragt mit der Aufbauarbeit Ost. Das hat er erlebt …

1990er Mit Spuckis zeigen Kinder der Welt, wo es ihnen gefÀllt

Wo gibtÂŽs denn sowas? Im Projekt „Wir mischen mit!“ der KjG in den 1990ern. ZustĂ€ndige Referentin ist Maria Höring und die hat wegen des Projektes sogar eine schlaflose Nacht, in der sie Blut und Wasser schwitzt 


Signale 90

„Der ‚Offene Brief der Bundesleitung zum 8. Mai 1985‘ schlĂ€gt Wellen“ – So steht es in den KjG Chroniken. Der Brief am Gedenktag des Kriegsendes 1945 und der Befreiung Europas vom Naziterror beschĂ€ftigt sich mit Forderungen der KjG in Sachen Friedensarbeit, aber auch mit den Bereichen Ökologie, Frauen und Eine Welt. Ein bundesverbandlicher Prozess schließt sich an …

Die 80er: Umwelt bewegt – gegen Atomkraft, Krieg und AufrĂŒstung – Ärger um das rote Songbuch

1988/89 Energisch wenden!

Leute, die gelbe FĂ€sser wĂ€lzen, in SchutzanzĂŒgen, Passanten gehen vorbei, lĂ€cheln oder gucken verdutzt – „Energisch wenden“ heißt die Aktion, die 1988/89 diese Fotos liefert. „Atomkraft? Nein danke!“ heißt es in ganz Deutschland und die KjG macht mobil gegen „Verstrahlte Wege“ durch Atomtransporte, Thomas Ehses ist dabei


1986-88 Wackersdorf: Andachten am Bauzaun – Happening oder was?

Ja, das gibt es 1986 -88: Andachten am Bauzaun. Der Bauzaun gehört zur Wiederaufbereitungsanlage fĂŒr AtombrennstĂ€be (WAA), die in Wackersdorf entstehen soll. „WAAhnsinn“ ist der Standpunkt der KjG in Sachen Wackersdorf. 1986 beschließt die Bundeskonferenz die „Wackersdorfer Zusage“. Hier erfĂ€hrst du von Hans Gartenmaier, was dahintersteckt.

1986-88 Der Zeit voraus – Arche Noah – KjG Umweltaktion von Kindern

„Uns war klar, dass es nichts nutzt, sich in Pfarrheimen zu verschanzen“, sagt Arno Stuppy, er war als Referent fĂŒr das Projekt „Arche Noah – Umweltaktion von Kindern“ (1986-1988) zustĂ€ndig. Angestoßen wurde es durch den Offenen Brief der Bundesleitung „zum 8. Mai 1985“. Darin stellt die KjG auch Forderungen im Bereich Ökologie auf. Hier erzĂ€hlt Stuppy, was bei der Aktion rauskam …

1980er Aufstehen fĂŒr AbrĂŒstung!

Der Wolf findet Schutz beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen – Wundervoll? Mutig? Oder einfach unwahrscheinlich? Unwahrscheinliches passiert! Die KjG hat das in Sachen Friedensarbeit in den 1980ern bewiesen. Und zwar so …

1984 Ärger mit der Bischofskonferenz: Rotes Songbuch

Die Bischofskonferenz sieht rot. Das rote Songbuch der KjG entfacht 1983 ein Jahr nach seinem Erscheinen einen Konflikt, bei dem es um mehr geht, als um ein paar Lieder. Mehr zum „roten Songbuch der KjG“ und wie es kam, dass die zweite Auflage braun wurde…

Die 70er: Öffnung der KjG – „Nicht Schweigen – Handeln“ – Konflikt mit der Bischofskonferenz

1979 MĂ€chen- und Frauenarbeit

Um 1979 entsteht die MĂ€dchen- und Frauenarbeit in der KjG, da eine große Unzufriedenheit von Frauen ĂŒber Diskriminierungen ihnen gegenĂŒber besteht. Strukturelle Probleme werden identifiziert. Anfangs stĂ¶ĂŸt die Frauenarbeit auf massive Vorbehalte, da sie die Verbandspraxis in Frage stellt und zu Konflikten auf der persönlichen Ebene fĂŒhrt. 1979 findet eine bundesweite Tagung zum Thema „Frauen in LeitungsĂ€mtern“ statt. Eine daraus entstehende Projektgruppe „Frauen in der KjG“ analysiert den geringer werdenden Anteil von Frauen in LeitungsĂ€mtern und bei Vertretungsaufgaben.

1977/78 SelbstverstÀndnis- und Perspektivdiskussion

Aufgrund des Konflikts mit der Deutschen Bischofskonferenz – die Bischöfe entziehen der Bundesleitung und den ĂŒberdiözesanen Gremien das Vertrauen – beginnt in der KjG eine breite SelbstverstĂ€ndnis- und Perspektivdiskussion, die vor allem auf eine innerverbandliche Konsensbildung und auf eine VerstĂ€ndigung mit den Bischöfen abzielt. Gleichzeitig setzt sich die KjG aber auch bei vielen Fachtagungen und Diskussionen kritisch mit ihren eigenen Konzepten und den vielfĂ€ltigen Anfragen daran auseinander. Die „Orientierungspunkte“ werden entwickelt, ein sogenannten kommunikatives Papier, das die strittigen und unstrittigen Punkte des Kurses von KjG-Bundesebene aufzeigen und Richtungen fĂŒr die Weiterarbeit benennen soll. Damit ist ein erster Schritt in Richtung innerverbandliche Konsensbildung getan.

1977 Genug geschwiegen

Zum dritten Delegiertentreffen reisen in 7 SonderzĂŒgen 7.000 KjGlerinnen und KjGler nach Aachen: Auf der bundesweiten Großveranstaltung „FORUM AACHEN 77“ formulierten dann 8.000 Jugendliche ĂŒber drei Tage hinweg ihre Probleme mit Schule, Betrieb und Gemeinde und SexualitĂ€t. Daraufhin verfassten sie ihre VerĂ€nderungsvorstellungen. Das Forum Aachen bildet den Auftakt zur bundesweiten Aktion „Nicht Schweigen – Handeln“, erinnert sich Marlies MĂŒller Becker …

Mehr zum Forum Aachen und zur bundesweiten Aktion „Nicht Schweigen – Handeln“

1976 Öffnung der KjG

Sechs Jahre nach GrĂŒndung der KjG werden die Grundlagen und Ziele mit einer Fußnote versehen, die folgendermaßen lautet: „Entsprechend Nr. 2 der Bundesordnung der KjG, ist die Mitgliedschaft von Christen anderer Konfessionen möglich.“

1972 2. Delegiertentreffen

Als Abschluss der 1970 eingeleiteten Aktion “Konfrontationen und …“ fand in Fulda das zweite Delegiertentreffen statt. Im Rahmen  dieser Aktion hatte sich die KjG den BedĂŒrfnissen junger Menschen gestellt, Themen waren: Zukunftsfragen, Gottesdienst, Rauschgift, Kinderfeindlichkeit, StraffĂ€lligkeit von Jugendlichen, Behinderte in der Gesellschaft, Friede, Entwicklungshilfe und Demokratisierung.

Bis 1970 Die AnfÀnge der KjG

1970 Ein Verband unter einem Namen

Die KJG (Katholische JungmĂ€nnergemeinschaft) und die KFG (Katholische Frauenjugendgemeinschaft) schließen sich zusammen und einigen sich auf der Bundeskonferenz vom 12. – 17.06.1970 in Altenberg auf den neuen gemeinsamen Namen „Katholische junge Gemeinde“. Die AbkĂŒrzung KjG bleibt also, steht aber seitdem fĂŒr „Katholische junge Gemeinde“. ErklĂ€rtes Ziel der neuen KjG ist es, das Leben in der Pfarr- und BĂŒrgergemeinde bewusst mitzugestalten.

1970 Der Name KjG – Ein lĂ€cherliches Problem?

„Wir finden es geradezu lĂ€cherlich“, empört sich eine KFG FĂŒhrerinnenrunde im Mai 1970. „Die AbkĂŒrzung KFG war deutlich genug“ und eine Diözesanstelle KFG/KJG schreibt: „Warum wollt ihr ĂŒberhaupt den Namen Ă€ndern? [
] KJG/KFG hat sich eingebĂŒrgert 
“ Die Antwort gibt es hier.

1969 Grundlagen und Ziele

Auf einem zweite Deutschland-Treffen in WĂŒrzburg legen KFG und KJG gemeinsame „Grundlagen und Ziele“ fest, die sowohl pĂ€dagogische als auch politische Akzente enthalten und – in leicht verĂ€nderter Form – bis heute die theoretische Basis bilden.

1968 Erstes großes Deutschlandtreffen von KFG und KJG in MĂŒnster

Unter dem Motto „Zur Antwort bereit“ treffen sich rund 13.000 Jugendliche und Mitglieder beider VerbĂ€nde. Das Bild stellt den Original-Seelenbohrer dar: schwarz mit rotem Punkt.

Ein Seelenbohrer – zahlreiche Interpretationen

Christus als zentraler Punkt, Impulsweg, heißer Brei? Alles dabei. Hier haben wir einige Deutungen zum Seelenbohrer gesammelt 


1967 KjG-Logo „Seelenbohrer“
– fast hĂ€tte es internationale Karriere gemacht


Bei der Henne und dem Ei ist es ja nicht klar, was zuerst da war. Beim Seelenbohrer und der KjG schon – es war der Seelenbohrer – obwohl, das stimmt auch nicht ganz, sagt sein Erfinder Alfred Klever. Weshalb, erzĂ€hlt er hier 


1966 Aktion Mosaik

KFG und KJG arbeiten erstmals zusammen und fĂŒhren eine gemeinsame Aktion („Aktion Mosaik“) durch.

50er: Jugendarbeit getrennt nach Geschlecht und ohne Politik

1954 GrĂŒndung der KFG

Unbestreitbar, die MĂ€nner waren zuerst da – die katholischen JungmĂ€nner, ab 1896 in DĂŒsseldorf. 1954 – MĂ€dchen und junge Frauen ergreifen das Wort, wollen aktiv mitgestalten und grĂŒnden die „Katholische Frauenjugendgemeinde“ (KFG). Ihre Aufgabe sieht die KFG darin, „das Leben der Jugend in der Gemeinde zu aktivieren und soziale Aufgaben zu ĂŒbernehmen.“ Was dann geschah, erfĂ€hrst du hier…

1947 GrĂŒndung des BDKJ

Die nach Kriegsende wiederbelebten katholischen JungendverbĂ€nde schließen sich unter einem Dachverband, dem „Bund der Deutschen Katholischen Jugend“ (BDKJ) zusammen. (24. bis 28. MĂ€rz 1947 im Jugendhaus Kloster Hardehausen bei Paderborn.)

Dunkle Stunde 1938

Die NS-Herrschaft in Deutschland verbietet die katholischen JugendverbÀnde als eigenstÀndige Organisationen.

1921 25-Jahr-Feier des KJMVD

1921 EhrentribĂŒne auf der Schadowstraße mit Dr. Drammer und Mosterts/ 25-Jahr-Feier des KJMVD Foto Archiv des Jugendhauses DĂŒsseldorf

1915 Erste Schritte der KFG

Der Zentralverband der „Katholische Jungfrauenvereine Deutschlands“, der VorlĂ€uferverband der „Katholische Frauenjugendgemeinschaft“ (KFG), wird in DĂŒsseldorf gegrĂŒndet.

1896 Erste Schritte der KJG

Der „Katholische JungmĂ€nnerverband“, der VorlĂ€uferverband der „Katholischen JungmĂ€nnergemeinschaft“ (KJG), wird in DĂŒsseldorf gegrĂŒndet.